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	<title>cenacolumn &#187; Allgemein</title>
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	<description>Geschichten aus dem Speisezimmer</description>
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		<title>Frei von der Leber weg – reden wir Klartext zum Thema Stopfleber</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Oct 2013 07:54:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Einen ist sie eine Delikatesse, so edel wie Trüffel und Kaviar. Für die anderen Teufelszeug und der Inbegriff von Tierquälerei. An Stopfleber scheiden sich die Geister.
Wer nicht für sie ist, ist gegen sie. Gleichgültigkeit – Fehlanzeige.
Dennoch war mein  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/frei-von-der-leber-weg-reden-wir-klartext-zum-thema-stopfleber/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Einen ist sie eine Delikatesse, so edel wie Trüffel und Kaviar. Für die anderen Teufelszeug und der Inbegriff von Tierquälerei. An Stopfleber scheiden sich die Geister.<br />
Wer nicht für sie ist, ist gegen sie. Gleichgültigkeit – Fehlanzeige.<br />
Dennoch war mein Optimismus ungebrochen, einen neutralen Beitrag über die umstrittene Gaumenfreude zu schreiben. Es sollte anders kommen.<span id="more-487"></span><br />
Nach eingehender Recherche und Diskussionen mit Experten aus Gastronomie, Handel, Tierschutz und Zoologie steht für mich persönlich fest: an Stopfleber ist nur eine Sache positiv und das ist der fantastische Geschmack. Rechtfertigt der den Verzehr eines Produkts, für dessen Herstellung Tiere eindeutig leiden müssen? Nein!<br />
Ich möchte hier nicht die Details, die mit der Entstehung von Stopfleber einhergehen, benennen. Jeder interessierte Leser kann sich diese Informationen mit Leichtigkeit beschaffen. Kleiner Tipp: essen Sie vorher besser nicht!</p>
<p>Zu Beginn meiner Recherche habe ich selbst gelegentlich Stopfleber genascht. Etliche Artikel, Bilder und Videos später ist klar – das war einmal! In Zukunft werde ich darauf tunlichst verzichten! Man kann die Aktionen militanter Tierschützer für grenzwertig halten, aber mit einem haben sie Recht. Stopfleberproduktion ist nicht artgerecht. Sie ist qualvoll und widernatürlich. Dem hartnäckigen Leugnen aller negativen Umstände durch eingefleischte Foie-Gras-Fans kann im Grunde nur schlichte Ignoranz zu Grunde liegen. Uninformiert speist sich’s leichter.<br />
Vorne Hui, hinten Pfui lautet das Motto. Schaut man hinter die edle Verpackung, hinter die sorgsam verschlossen gehaltenen Türen der Mastbetriebe, vergeht der Appetit. Da mausert sich die Feinkost und zeigt schonungslos ihr wahres Gesicht.<br />
Bestimmt gibt es Betriebe, die ihre Tiere möglichst schonend behandeln. Und genauso gibt es schwarze Schafe mit wahrlich barbarischen Zuständen. Aber, wie soll ich als einfacher Kunde sicher sein, dass meine Stopfleber aus einem der besseren Betriebe stammt? Transparenz ist nicht unbedingt die Stärke des Lebensmittelhandels, man denke nur an das Pony in der Lasagne. Außerdem, auch eine etwas umsichtiger gestopfte Ente lebt nicht artgerecht!<br />
Nicht umsonst ist das Stopfen von Enten und Gänsen in 15 EU-Ländern und Israel aus Tierschutzgründen verboten. In Deutschland gilt das Verbot für die Produktion. Irrwitzigerweise verspachtelt unsere Nation jedoch Unmengen von Stopfleber, gehören wir zu den größten Importeuren weltweit. Denn sowohl die Einfuhr als auch der Verkauf ist erlaubt. Tierschutz hört in diesem Fall also an der Grenze auf.<br />
Die Foie-Gras-Nation Frankreich umgeht den Konflikt mit dem eigenen Tierschutzgesetz dadurch, dass Stopfleber als nationales und gastronomisches Kulturerbe von dessen Vorschriften ausgenommen ist.<br />
Nach wie vor ist Stopfleber eine Art gastronomisches Statussymbol. Vielfach geht es auch mehr um die Symbolik als um den Geschmack. Dazu muss man nur die Zutatenliste der im Feinkosthandel angebotenen Mousse de Foie oder Leber-Terrinen betrachten. Groß und deutlich steht Foie Gras auf der Packung. Tatsächlich enthalten die fertigen Produkte oft nur 5% Stopfleber, der Rest besteht aus Schweineleber. Die paar Foie-Gras-Moleküle werden sich vermutlich nur schwer gegen deren aromatische Übermacht behaupten. Warum also überhaupt Stopfleber als Zutat nehmen?</p>
<p>Im Zuge meiner Recherche bin ich auch auf angeblich „ungestopfte Stopfleber“ gestoßen. So widersprüchlich schon die Bezeichnung ist, so schwierig stellt sich auch die Verfolgung der Herkunft dieses Produkts dar. Zweifel an dieser Spezialität scheinen in vielen Fällen angebracht zu sein. Spätestens dann, wenn große Supermarktketten Produkte aus angeblich ungestopfter Stopfleber anbieten.<br />
Es gibt überzeugende Berichte, dass Enten und Gänse sich tatsächlich ohne Zwang eine fettere Leber anfressen. Allerdings – und das wird hierbei immer wieder betont – sei dies nur mit sehr viel Zeit und noch mehr Futter möglich, also kaum wirtschaftlich. Bisher ist mir noch keine dieser Lebern serviert worden, ich kann daher nur aus zweiter Hand berichten. Eine solche Fettleber sei bei weitem nicht so groß wie eine Stopfleber, habe eine andere Konsistenz und sei darüber hinaus exorbitant teuer. Kaum vorstellbar, dass von diesem Produkt ausreichende Mengen erzeugt werden, um Supermärkte zu beliefern. Und noch weniger vorstellbar, dass dies zu einem für Supermärkte akzeptablen Preis möglich ist.</p>
<p>Dass es auch ohne geht zeigt ein Tipp vom Sternekoch meines Vertrauens: die Alternative zur Stopfleber ist eine Mousse oder Terrine aus normaler Leber von Freilandenten oder –gänsen. Den gewünschten Geschmack und Fettgehalt erreicht man mit Butter. Schmeckt göttlich und schont Geldbeutel und Gewissen zugleich.</p>
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		<title>Die Wucht in Tüten</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Aug 2013 10:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sobald die Temperaturen sommerliche Werte erreichen, gibt&#8217;s für mich wenig Schöneres als am frühen Abend auf meiner Gartentreppe zu sitzen und dem Treiben in meinem Kiez zuzusehen. Für die kulinarische Untermalung des abendlichen Defilées vor meinem Zaun sorgt das richtige  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/die-wucht-in-tuten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald die Temperaturen sommerliche Werte erreichen, gibt&#8217;s für mich wenig Schöneres <a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2013/08/kartoffelchips-tüte.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-452" title="kartoffelchips tüte"><img class="alignright size-medium wp-image-499" title="kartoffelchips tüte" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2013/08/kartoffelchips-tüte-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>als am frühen Abend auf meiner Gartentreppe zu sitzen und dem Treiben in meinem Kiez zuzusehen. Für die kulinarische Untermalung des abendlichen Defilées vor meinem Zaun sorgt das richtige &#8220;Aperitifzubehör&#8221;. Dazu halte ich ein kühles Getränk in der einen Hand, während die andere in eine Tüte voll knuspriger Chips taucht. Ohne frittierte Kartoffelscheiben ist der Aperitif nur halb so lecker! In den letzten Jahren versuchen sich viele Hersteller mit kreativen Würzmischungen am Rande des Erträglichen zu übertrumpfen. Das geht durchaus auch in die Hose. Bei Chips bin ich in der Regel Puristin. Mehr als Salz braucht es für mich nicht.</p>
<p>Im Kiosk nebenan kaufe ich seit nunmehr drei Jahren am liebsten die Chips von La Abuela Nieves aus &#8211; man merkt es schon am Namen &#8211; Spanien. Mich sprach beim ersten Mal einfach die unaufgeregte Verpackung aus braunem Packpapier an. Irgendwie wirkte sie zwischen all den kreischbunten Tüten wie ein Ruhepol. Nach den ersten Happen war dann auch klar, der Inhalt ist so überzeugend, da braucht es keine knallige Außenhülle.</p>
<p>Das Zeug ist hinreißend gut. Die Scheiben knusprig und zart, das Öl frisch und so wie es für mich aussieht wird zum Würzen schlichtes, feines Meersalz verwendet. Zumindest bin ich der Ansicht, dass die Salzwürze deutlich milder ist, als bei einigen anderen Herstellern. Es ist schon beinahe brandgefährlich, dass eine Packung auch gleich 200g enthält, denn das Aufhören gestaltet sich ausgesprochen schwierig und oft genug esse ich deutlich mehr als gut ist. Mit 2,90 Euro ist der Preis für eine Packung in meinem Kiosk noch relativ günstig, anderswo wird durchaus auch mal ein Euro mehr verlangt.</p>
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		<title>Muntermachers Zauberzutat</title>
		<link>http://cenacolumn.de/muntermachers-zauberzutat-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jul 2013 09:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein guter Morgen beginnt für mich mit einer Tasse Kaffee. Oft freue ich mich sogar schon am Vorabend auf den Duft und  Geschmack. Mein Job bringt es mit sich, dass ich mich durch  unzählige Sorten von vielen verschiedenen  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/muntermachers-zauberzutat-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein guter Morgen beginnt für mich mit einer Tasse Kaffee. Oft freue ich mich sogar schon am Vorabend auf den Duft und  Geschmack. Mein Job bringt es mit sich, dass ich mich durch  unzählige Sorten von vielen verschiedenen Röstereien kosten darf.  Natürlich wird da erst mal pur probiert, bevor Milch und Zucker das  Finetuning nach meinem persönlichen Gusto übernehmen.</p>
<p>Generell soll für mich der Kaffee geschmacklich immer die Hauptrolle  spielen. Dennoch bin ich seit ein paar Jahren eine große  Freundin von Kaffeegewürzen. Richtig &#8211; das heißt quasi homöopathisch &#8211;  dosiert, übertönen die nicht das Aroma der Bohnen, sondern runden den Kaffee<a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2013/07/Kaffeegewürz.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-461" title="Kaffeegewürz"><img class="alignright size-medium wp-image-464" title="Kaffeegewürz" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2013/07/Kaffeegewürz-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a> ab und ergänzen ihn durch ihre eigene Note.</p>
<p>Grandios wird das vom Ayurvedischen Kaffeegewürz der <a  href="http://www.loewen-apotheke-luebeck.de/">Löwen-Apotheke  Lübeck</a> erledigt. Die fantasievolle Gewürzmischung mit Zimt,  Kardamom, Nelke und mehr entfaltet ihren warm-würzigen Duft bei jedem  Schluck. Eine Messerspitze davon zum gemahlenen Kaffee geben, aufbrühen &#8211;  aaah!</p>
<p>Ein Hauch von Orient durchzieht die Küche. Nicht penetrant, sondern zart und sehr, sehr appetitlich. Der Kaffee bleibt präsent, die Gewürze halten sich dezent zurück, sorgen jedoch für ganz vielschichtige Geschmackseindrücke. So muss wohl Kaffee in Marrakesch oder Mumbai riechen.</p>
<p>Und das Beste: die gekonnte Kombination der Zutaten neutralisiert die  Säure im Kaffee und macht diesen dadurch besonders magenschonend. Das  entlastet den gesamten Organismus. Da geht auch mal ein Tässchen mehr&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Food+ Nummer 10 heute im Stern!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 09:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute erscheint zum zehnten Mal der Einkaufsführer für gute Lebensmittel im Stern. Für Food+ habe ich wieder jede Menge feine und vernünftig hergestellte Produkte gefunden. Viel Spass beim Lesen und Bestellen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/10/Heft_44_2012_520_maxpane_210_2801.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-445" title="Heft_44_2012_520_maxpane_210_280"><img class="alignleft size-full wp-image-447" title="Heft_44_2012_520_maxpane_210_280" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/10/Heft_44_2012_520_maxpane_210_2801.jpg" alt="" width="210" height="280" /></a>Heute erscheint zum zehnten Mal der Einkaufsführer für gute Lebensmittel im Stern. Für Food+ habe ich wieder jede Menge feine und vernünftig hergestellte Produkte gefunden. Viel Spass beim Lesen und Bestellen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bibbeleskäs</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 11:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu meinen frühen Kindheitserinnerungen gehört das abendliche gemeinsame „Veschpern“. Zwar haben wir häufig warm zu Abend gegessen, doch regelmäßig gab es auch die traditionelle Schwarzwälder Brotzeit. Zu einem echten badischen Vesper gehört für mich unbedingt der Bibbeleskäs, ein selbst angesetzter  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/bibbeleskas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/05/502375_original_R_K_by_campomalo_pixelio.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-427" title="502375_original_R_K_by_campomalo_pixelio"><img class="alignleft size-medium wp-image-429" title="502375_original_R_K_by_campomalo_pixelio" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/05/502375_original_R_K_by_campomalo_pixelio-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Zu meinen frühen Kindheitserinnerungen gehört das abendliche gemeinsame „Veschpern“. Zwar haben wir häufig warm zu Abend gegessen, doch regelmäßig gab es auch die traditionelle Schwarzwälder Brotzeit. Zu einem echten badischen <a  href="http://www.duden.de/rechtschreibung/Vesper_Mahlzeit">Vesper</a> gehört für mich unbedingt der Bibbeleskäs, ein selbst angesetzter Weißkäse bzw. Quark.</p>
<p>Bibbele ist das badische Wort für Küken. Der Name Bibbeleskäs kommt laut Aussage meiner Oma daher, dass man diesen früher auch den Küken zu fressen gab. Vielleicht, um diese einigermaßen schnell zu mästen bzw. groß zu ziehen.</p>
<p>Durch die preiswerten Zutaten war Bibbeleskäs immer eine Speise der einfachen Leute. Fettarm und eiweißreich ist er eine ideale, leichte und erfrischende Sommerspeise.</p>
<p>Die Herstellung dieser Köstlichkeit ist ganz einfach, denn sie macht sich quasi von allein, durch eine so genannte „wilde Säuerung“.<span id="more-427"></span></p>
<p>Für echten, authentischen Bibbeleskäs gibt man <a  href="https://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/menu/1076193_l1/index.html">Rohmilch</a> in ein <a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/05/478793_original_R_K_by_almotti_pixelio.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-427" title="478793_original_R_K_by_almotti_pixelio"><img class="alignright size-medium wp-image-430" title="478793_original_R_K_by_almotti_pixelio" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/05/478793_original_R_K_by_almotti_pixelio-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Steingutgefäß und lässt diese, mit einem Tuch oder Teller bedeckt, so lange ohne Kühlung (!) stehen, bis die Milch sauer und stöckelig (fest) geworden ist. Im Sommer passiert das manchmal einfach über Nacht.</p>
<p>In den warmen Monaten stand bei meiner Oma praktisch ständig eine Schüssel mit Milch herum, die darauf wartete sauer zu werden. Nirgendwo schmeckte der Bibbeleskäs so gut wie bei Oma und sie schob den Erfolg stets ihrer uralten Schüssel zu. Die war im Inneren bereits stark krakeliert. In den Rissen müssen sich die Milchsäurebakterien besonders gut gehalten haben, denn bei Oma ging die Säuerung immer enorm schnell vonstatten.</p>
<p>Ein Durchschlag (Sieb mit großen Löchern) aus Steingut wird auf eine Schüssel gesetzt und mit einem Mull- oder Passiertuch aus Baumwolle ausgelegt. Dann wird die gestockte Milch hineingegossen. Man schlägt die Enden des Tuches über der gestockten Milch zusammen und lässt das Ganze einige Stunden, am besten über Nacht oder noch länger, stehen. In dieser Zeit läuft die überschüssige Molke ab und sammelt sich in der Schüssel. Im Tuch zurück bleibt der Bibbeleskäs. Je nachdem wie lange er abtropfen konnte ist der Bibbeleskäs feuchter oder trockener.<br />
Der Rahm, der sich oben auf der gestockten Milch gesammelt hat, ist als cremige, gelbliche, festere Masse zu erkennen. Er wird mit einer Gabel untergerührt.</p>
<p>Traditionell wird der fertige Bibbeleskäs mit fein gehackter Zwiebel, Schnittlauch und Petersilie, Kümmel, Salz und Pfeffer angemacht. Wer mag, kann noch etwas gehackten Knoblauch dazu geben. Dazu isst man Pellkartoffeln oder Brägele (Bratkartoffeln), Bauernbrot, Wurst und Speck oder Wurstsalat.</p>
<p>In nahezu jeder badischen Wirtschaft, in jedem Gasthaus, stand echter Bibbeleskäs auf der Speisekarte bis EU-Vorschriften den Verkauf verboten. Grund dafür ist die Herstellung aus Rohmilch, die als Quelle für Infektionen gilt. Über Jahre bekam man daher beim Vesper im Gasthaus nur noch einen kläglichen Ersatz aus Quark gereicht. Der kann geschmacklich niemals mit echtem Bibbeleskäs mithalten. Durch die verwendete Rohmilch hat dieser ein ausdrucksstarkes, vielschichtiges Aroma und eine ganz besondere Struktur.<br />
Heute ist der Verkauf von echtem Bibbeleskäs in der Gastronomie wohl wieder erlaubt. Zumindest wurde mir das berichtet.</p>
<p>Doch auch, wenn man nicht so leicht an Rohmilch kommt oder auf Nummer sicher gehen möchte, kann man einen richtig guten Bibbeleskäs herstellen. Zwar hat diese Variante nicht ganz das Aroma des Originals, schmeckt aber dennoch großartig. Hier kommt das Rezept:</p>
<p><strong>2 L (Bio-)Vollmilch nicht homogenisiert</strong><br />
<strong> 1 kl Becher Naturjoghurt</strong></p>
<p>Wichtig: die Milch darf nicht <a  href="http://www.oekolandbau.de/verarbeiter/herstellung-und-verpackung/milchverarbeitung/homogenisierung/homogenisierung-von-biomilch/">homogenisiert</a> sein. Dadurch rahmt sie schön auf, der Rahm schwimmt also oben. Das sorgt später für die typische Struktur des Bibbeleskäs.<br />
Die Milch in ein Steingutgefäß gießen und den Joghurt unterrühren. Das Ganze muss mehrere Tage ungekühlt stehen. Dadurch, dass die Milch pasteurisiert ist, dauert das Säuern länger und braucht Unterstützung durch den Joghurt.<br />
Wenn die Milch nach einigen Tagen fest geworden ist (im Idealfall hat sich ein fester „Kern“ in der Molke gebildet) wird sie, wie oben beschrieben, in ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gegossen.<br />
Die aufgefangene Molke kann übrigens prima weiter verwendet werden. Gut gekühlt und mit Fruchtsaft gemischt ist sie ein erfrischendes Sommergetränk.</p>
<p>Noch schneller geht ein weiteres Bibbeleskäs-Ersatz-Rezept:</p>
<p><strong>1 P Schichtkäse</strong><br />
<strong>Schlagsahne</strong></p>
<p>Der <a  href="http://www.food-from-bavaria.de/de/reg_spez/einzelprodukt.php?an=80">Schichtkäse</a> wird mit etwas flüssiger Sahne vermengt und anschließend angemacht. Das einzige Problem dabei ist, dass nicht überall in Deutschland Schichtkäse zu bekommen ist.</p>
<p>Guten Appetit!</p>
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		<title>Gebratener Spargel mit Orangenschale-Ei-Vinaigrette:</title>
		<link>http://cenacolumn.de/gebratener-spargel-mit-orangenschale-ei-vinaigrette/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 06:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ Wer glaubt, dass nach gekochtem Spargel, Spargelsuppe und -risotto das kulinarische Repertoire der knackigen Stangen erschöpft ist, hat sich geschnitten.
Weißen Spargel kann man auch gut in der Pfanne anbraten. Das bringt seinen Geschmack voll zur Geltung. Die Sauce mit  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/gebratener-spargel-mit-orangenschale-ei-vinaigrette/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong><a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/04/72680_web_R_K_by_qay_pixelio.de_1.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-411" title="72680_web_R_K_by_qay_pixelio.de"><img class="alignleft size-medium wp-image-413" title="72680_web_R_K_by_qay_pixelio.de" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/04/72680_web_R_K_by_qay_pixelio.de_1-282x300.jpg" alt="" width="282" height="300" /></a>Wer glaubt, dass nach gekochtem Spargel, Spargelsuppe und -risotto das kulinarische Repertoire der knackigen Stangen erschöpft ist, hat sich geschnitten.</p>
<p>Weißen Spargel kann man auch gut in der Pfanne anbraten. Das bringt seinen Geschmack voll zur Geltung. Die Sauce mit Ei, Orangenschale, Senf und Kräutern passt fantastisch dazu.<span id="more-411"></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zutaten:</strong></p>
<p>- Weißer Spargel</p>
<p>- Sehr fein gehackte Schale und Saft von Bio-Orangen</p>
<p>- Fein gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Basilikum usw.)</p>
<p>- Wachsweich gekochte und gehackte Eier (Freiland oder Bio natürlich!)</p>
<p>- Grober Dijon-Senf</p>
<p>- Milder Weißwein- oder Apfelessig</p>
<p>- Mildes Olivenöl</p>
<p>- Salz und Pfeffer</p>
<p>- gegebenenfalls Zucker oder flüssigen Honig</p>
<p>Spargel schälen und schräg in rautenartige Stücke schneiden. In einer Pfanne mildes Olivenöl erhitzen und die Spargelstücke darin anbraten, bis sie stellenweise gebräunt sind. Salzen und Pfeffern.</p>
<p>Aus den oben stehenden Zutaten wird eine Vinaigrette angerührt. Jeder hat da seine Vorlieben und mag es süßer, saurer oder salziger. Begonnen wird in jedem Fall mit Orangensaft, Essig und Senf. Dazu kommen die Orangenschale, die Kräuter, Salz, Pfeffer und dann das Öl. Zum Schluss wird das gehackte Ei vorsichtig unter die Sauce gerührt.</p>
<p>Geben Sie die Vinaigrette über die noch warmen Spargelstücke und servieren Sie sofort.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kratzete nach Familienrezept:</title>
		<link>http://cenacolumn.de/kratzete-nach-familienrezept/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 06:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In meiner badischen Heimat isst man zum Spargel gerne sogenannte „Kratzete“. Das sind dicke Pfannkuchen, die noch in der Pfanne in Stücke gestochen bzw. gerupft werden werden. Das kennt man allgemein vom Kaiserschmarrn. Im Gegensatz zu der bayrischen Mehlspeise, die  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/kratzete-nach-familienrezept/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>In meiner badischen Heimat isst man zum Spargel gerne sogenannte „Kratzete“. Das sind <a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/04/562348_web_R_K_B_by_Petra-Bork_pixelio.de_.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-404" title="562348_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de"><img class="alignright size-medium wp-image-406" title="562348_web_R_K_B_by_Petra Bork_pixelio.de" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2012/04/562348_web_R_K_B_by_Petra-Bork_pixelio.de_-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>dicke Pfannkuchen, die noch in der Pfanne in Stücke gestochen bzw. gerupft werden werden. Das kennt man allgemein vom Kaiserschmarrn. Im Gegensatz zu der bayrischen Mehlspeise, die in der Regel süße Begleitung in Form von Rosinen und Zwetschgenröster hat, isst der Badner seine geliebten Kratzete auch gerne herzhaft.</p>
<p>Meine Familie bereitet die Kratzete ein bisschen anders zu als es sonst üblich ist. Wir backen sie nämlich in mehreren Schichten, so ähnlich wie Baumkuchen.<span id="more-404"></span></p>
<p>Wie es sich für ein echtes, überliefertes Rezept gehört, gibt es natürlich keine Mengenangaben. Die Vorbereitung besteht daher einfach darin, einen Pfannkuchenteig (ohne Zucker) zuzubereiten. Da wir mehrere Schichten übereinander braten wollen, empfiehlt es sich, den Teig nicht zu dickflüssig zu machen. Wer möchte kann gerne fein gehackte, angedünstete Schalotten und frische Kräuter untermengen.</p>
<p>In einer guten Pfanne wird Butterschmalz erhitzt und dann geht’s los. Der erste Pfannkuchen wird wie üblich von beiden Seiten gebacken. Nun braucht es Fingerspitzengefühl. Der fertige Pfannkuchen wird mit dem Wender aus der Pfanne gehoben und auf einem bereitstehenden Teller abgelegt (im Idealfall im warmen Ofen). Bei Bedarf neues Butterschmalz in die Pfanne geben, dann die nächste Portion Pfannkuchenteig hinzu gießen. Achtung jetzt kommt’s! Wenn der Teig auf der Unterseite zu stocken beginnt, aber auf der Oberfläche noch feucht ist wird der erste Pfannkuchen darauf gelegt, damit er sich gut mit dem zweiten verbindet. Wir warten bis die Unterseite des Pfannkuchens schön gebräunt ist, heben ihn aus der Pfanne, legen ihn auf dem Teller ab und nehmen uns die nächste Teigportion vor. Mit der verfahren wir wieder genauso und dann immer weiter, bis das Prachtstück eine Stärke von 1,5 bis 2 Zentimetern hat. Gut ist es, immer wieder die Pfannkuchen-Seite zu wechseln, die auf den feuchten Teig gelegt wird.</p>
<p>Ist die gewünschte Höhe erreicht wird der Pfannkuchen mit dem Wender in Stücke  zerstochen. Diese werden dann noch einmal rundum in echter Butter angebraten – fertig! Zugegeben, das ist wahres Hüftgold, aber es schmeckt einfach genial!</p>
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		<title>Informatives rund um das Andenkorn Quinoa</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 13:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag den 15. April erschien dieser Artikel von mir im Tagespiegel.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag den 15. April erschien <a  href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/essen-trinken/alleskoerner-die/6507222.html">dieser </a>Artikel von mir im Tagespiegel.</p>
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		<title>Wer is(s)t Knut?</title>
		<link>http://cenacolumn.de/wer-isst-knut/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 15:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle haben Bock auf Fleisch. Doch kaum jemand stellt sich der Realität hinter Schnitzel &#38; Co. Ich habe einen Blick über den Tellerrand gewagt und eine Hausschlachtung miterlebt.
 
Dies ist die Geschichte eines Experiments. Sie beginnt im Juli vergangenen Jahres  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/wer-isst-knut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Alle haben Bock auf Fleisch. Doch kaum jemand stellt sich der Realität hinter Schnitzel &amp; Co. Ich habe einen Blick über den Tellerrand gewagt und eine Hausschlachtung miterlebt.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2011/12/Knut1.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-477" title="Exif_JPEG_PICTURE"><img class="alignleft size-medium wp-image-482" title="Exif_JPEG_PICTURE" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2011/12/Knut1-300x241.jpg" alt="" width="300" height="241" /></a>Dies ist die Geschichte eines Experiments. Sie beginnt im Juli vergangenen Jahres in Mecklenburg in der Pension zweier Freundinnen. Die beiden wohnen sehr ländlich und halten – wie auch ihr Nachbar Michael – Skudden, eine alte Schafrasse. Aus einem Impuls heraus kaufe ich Michael ein junges Böckchen ab. Ein frech blökendes, kleines, weiß-graues Lamm. Ich gebe ihm den Namen Knut. So weit, so gut. Wenn nicht das Ziel beim Kauf schon feststehen würde. Knut, so ist der Plan, wird mal ein Teil von mir. Denn eines nicht so fernen Tages werde ich ihn essen. Zumindest in der Theorie. Die Praxis sieht vorerst so aus: kaufen, heimfahren, das Tier gut aufgehoben wissen.<span id="more-477"></span></p>
<p>Bis zum Abend des 30. Novembers. Ich stehe vor einem Unterstand aus Holzbrettern und schaue auf meinen Knut, der sich an seine Artgenossen schmiegt.<br />
Morgen ist es so weit. Zu meinem Advent gehört jedes Jahr ein Kalender und ich freue mich darauf, das erste Türchen zu öffnen. Dieses Jahr werde ich eine sehr viel größere Tür aufstoßen und über eine breite Schwelle treten. Mir geht es um die Konfrontation mit einer Thematik, die unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verdrängt hat: Die Tatsache, dass für jedes Stück Fleisch, das wir zu uns nehmen, ein Tier sein Leben lässt.<br />
Das Vergessen wird uns heute sehr leicht gemacht. Es beginnt mit hermetisch abgeriegelten Ställen, in denen Millionen von Tieren für uns unsichtbar ihr Dasein fristen. Zweite Station sind die großen Schlachthöfe. Das dortige Treiben bleibt dem Normalbürger vorenthalten. Keiner außer den Angestellten sieht die Tiere, die in ihren Tod gehen.<br />
Wurst mit Bärchengesicht, Chickennuggets in Dinoform, quadratisch-praktische Hackfleischklötze und eingeschweißte Koteletts liegen in den Kühlregalen. Fast nichts lässt bei diesen Produkten noch auf ihre Herkunft schließen. Wir sollen und wollen nicht damit belastet werden, dass diese abstrakt geformten Proteinstücke vorher lebendige Tiere waren. Heute gilt es schon als wagemutig, ein ganzes Huhn zuzubereiten. Das Abwenden vom Unangenehmen, dem Vorgang des Tötens, des Schlachtens, führt zur Entfremdung vom Tier.<br />
Immer wieder höre ich im Bekanntenkreis den Satz: „Wenn ich eine Schlachtung sehen müsste, dann könnte ich kein Fleisch mehr essen!“<br />
Ist  die Verdrängung von Tod und Schlachtung ein Grund dafür, dass wir heute ohne nachzudenken Unmengen an Fleisch zu uns nehmen? Der Schluss liegt nahe.</p>
<p>Darum stelle ich mich mit Knut dieser Herausforderung. Und finde mich selbst dabei fast komisch. Ist nicht das Schlachten von Tieren das Normalste der Welt, wenn man Fleisch mag?<br />
Bei jedem Fleischessen versuche ich mir bewusst zu machen, was dahinter steckt. Dennoch bleibt die Schlachtung unwirklich. Was wird das unmittelbare Erleben mit mir machen? Werde ich „danach“ noch Fleisch essen wollen?<br />
Nun stehe ich vor Knut. An seinem letzten Lebenstag.<br />
Absolut jeder hat mir in den vergangenen Wochen versichert, es sei ein kapitaler Fehler, einem Tier, das man schlachten (lassen) will, einen Namen zu geben. Dann könne man es nicht mehr essen! Aha.<br />
Knut hat die vergangenen Monate fröhlich in der Herde meiner Freundinnen verbracht, vergnügte sich mit den weiblichen Schafen, hatte ein artgerechtes, wunderbares Dasein.<br />
Bis heute. Er ahnt wohl noch nichts von seinem nahenden Lebensende. Ich hatte seit Mitte November Zeit, mich auf diesen Moment vorzubereiten. Da kam der Anruf: Ein Hausmetzger sei gefunden, der Schlachttermin vereinbart.<br />
Seitdem begleiten mich die Zweifel. Ständig denke ich an das Tier, das ich töten und essen will.<br />
Kann ich das wirklich tun? Soll ich Knut nicht einfach als „Patenschaf“ übernehmen und seine laufenden Kosten zahlen?<br />
Es ist ein sonniger, ein friedlicher Abend. Während ich Knut so anschaue, denke ich noch: Was für ein hübsches Tier er ist. Werde ich es übers Herz bringen?<br />
Ein paar Stunden zuvor haben wir die drei Böckchen in den Unterstand gesperrt, um ihnen am Morgen eine aufregende Einfangaktion zu ersparen. So können wir sie einfach greifen und zur Schlachtbank führen. Nun liegen die Kandidaten aneinandergekuschelt im Stroh und käuen wieder.<br />
Die letzte Aufgabe des Tages ist das Einrichten des Schlachtraums im Holzschuppen. Die Schlachtbank – ein Biertisch – wird aufgestellt, Wannen, Eimer und Lampen vorbereitet.</p>
<p>Um sechs Uhr reißt mich der Wecker aus dem Schlaf. Langsam dämmert der Tag, die aufgehende Sonne taucht den Himmel in intensive Farben. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, dass Knut dieses prächtige Schauspiel zum letzen Mal sieht. Sofort ermahne ich mich, jetzt nicht pathetisch zu werden – welches Schaf betrachtet schon verzückt den Morgenhimmel?<br />
Punkt acht Uhr rollt der Wagen des Hausmetzgers auf den Hof. Zwei wettergegerbte Männer steigen aus. Jetzt klopft mein Herz bis zum Hals, es wird ernst.<br />
Hoffentlich erfüllt sich unser gemeinsamer Wunsch, dass sie gut mit den Tieren umgehen. Ich helfe dem Schicksal nach. Als ich Herrn Dreger und seinen Helfer begrüße, sage ich auch gleich, dass es meine erste Schlachtung sein wird, mir etwas an dem Tier liegt und sie bitte respektvoll mit ihm umgehen sollen. Zum Glück wird das nicht herablassend belächelt, nach dem Motto: Was weiß die schon und was will die hier eigentlich!<br />
Der Schlachter lässt sich auch darauf ein, dass wir nicht alle Tiere nebeneinander stellen und sie im Beisein der anderen geschlachtet werden, sondern eines nach dem anderen geholt und keines die toten Artgenossen sehen wird. „Besser man geht davon aus, sie verstehen mehr, als wir ahnen!“, sage ich mir.<br />
Die Männer begutachten den Schlachtraum und legen ihr Handwerkszeug bereit. Wir bringen heißes Wasser und Handtücher. Dann geht es los. Zweifel und Angst haben keinen Platz mehr, jetzt wird gearbeitet.</p>
<p>Knut ist das dritte Schaf, das geschlachtet wird: Entschlossen packe  ich ihn beim Gehörn, was er gar nicht lustig findet und sofort zu bocken anfängt. Ich bin so damit beschäftigt das Tier zu halten, dass ich in diesem Moment überhaupt nicht mehr zum Nachdenken komme. Unter Einsatz aller Kraft schleppe ich den Bock um die Hausecke zur Schlachtbank. Knut wird auf den Tisch gelegt, der Helfer hält ihn, ich kraule seinen Rücken. Herr Reger nimmt den Bolzenschussapparat und setzt ihn zwischen den Hörnern an. Ein lauter Knall, Knuts Kopf fällt schlaff herab – Betäubung gelungen! Nun durchtrennt der Schlachter die Halsschlagader und lässt das Tier ausbluten. Nach zwei, drei Minuten ist es vorbei. Aber jetzt, da ich selbst hinter meinem eigenen Lamm stehe, kommt mir das Ganze sehr lang vor. Ich schicke ein Stoßgebet los, hoffe, dass er wirklich bewusstlos ist und nicht merkt, was mit ihm geschieht.<br />
Dann, endlich, ist Knut tot.<br />
Den traditionellen Schnaps nach der Schlachtung haben die Männer ausgeschlagen. Aber einen heißen Kaffee können wir alle gut gebrauchen. Ich puste in meine Tasse und wundere mich darüber, wie vergleichsweise gelassen ich gerade meine erste Schlachtung hinter mich gebracht habe.</p>
<p>Nun zieht Herr Dreger Knut sorgfältig das Fell ab. Der „Schlachtkörper“ wird mit Haken an den Hinterbeinen aufgehängt und ausgenommen. Und dann hängt er da, der erstaunlich kleine Rest eines Tieres, das 30 Minuten zuvor noch gelebt und geatmet hat. Ein Tier, das ganz sicher nicht sterben wollte und lieber bei seiner Herde geblieben wäre. In der kalten Winterluft dampft der noch warme Körper, über allem liegt der Geruch von Schafwolle und Lammfleisch.</p>
<p>Erst später, in der Zurückgezogenheit und Ruhe meines eigenen Zimmers kommt das, was ich zuvor mit Verwunderung vermisst habe. In Gedanken wiederholt sich die Schlachtung, immer und immer wieder. Dann kommen Gefühle. Eine Mischung aus Wehmut und Erleichterung. Ich finde es traurig, dass der hübsche Knut gestorben ist. Und bin gleichzeitig froh, dass ich gewagt habe, dabei zu sein und es selbst zu erleben. Eine Schlachtung ist kein schönes Erlebnis, das weiß ich jetzt, aber mit dem richtigen Metzger ist sie durchaus erträglich.<br />
Knut hatte das Glück, respektvoll behandelt zu werden und keinen langen Transport zu einem großen Schlachthof durchleiden zu müssen. Wir haben versucht, es ihm so leicht wie möglich zu machen. Das tröstet mich. Andererseits finde ich nun umso schlimmer, was unzähligen Schlachttieren zugemutet wird.</p>
<p>Drei Tage später trete ich mit dem Zug die Heimreise an. In meinem Trolley befinden sich, sicher verstaut in einer Kühltüte, etwa sieben Kilo Lammfleisch. Das packe ich zu Hause in meine Gefriertruhe.  Nach ein paar Wochen wage ich das erste Lammgericht: winterlicher Gemüseeintopf mit Knut – es schmeckt hervorragend!<br />
Durch Knut hat sich tatsächlich etwas verändert. Ich bin keine Vegetarierin geworden, aber ich esse Fleisch noch bewusster als zuvor. Nichts mehr aus dem Supermarkt, nichts mehr nur aus Langeweile. Alles mit Herz und Hirn.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das nächste Food+ ist da</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 07:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefanie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute erscheint endlich wieder eine Ausgabe des Stern-Sonderjounals. Food+ Nummer 8 ist jetzt erhältlich. Darin gibt es wieder wunderbare Produkte aus dem Reich der guten Lebensmittel. Monatelang habe ich gesucht, verkostet und beschrieben. Jetzt kann man sich der genussvollen Lektüre  &#8230; <a href="http://cenacolumn.de/das-nachste-food-ist-da/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2011/10/Heft_44_2011_520_maxpane_210_2802.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-392" title="Heft_44_2011_520_maxpane_210_280"><img class="alignleft size-full wp-image-396" title="Heft_44_2011_520_maxpane_210_280" src="http://cenacolumn.de/wp-content/uploads/2011/10/Heft_44_2011_520_maxpane_210_2802.jpg" alt="" width="210" height="280" /></a>Heute erscheint endlich wieder eine Ausgabe des Stern-Sonderjounals. Food+ Nummer 8 ist jetzt erhältlich. Darin gibt es wieder wunderbare Produkte aus dem Reich der guten Lebensmittel. Monatelang habe ich gesucht, verkostet und beschrieben. Jetzt kann man sich der genussvollen Lektüre widmen. Also nichts wie hin zum Zeitschriftenladen und den Stern kaufen! Viel Vergnügen beim Durchlesen und Bestellen.</p>
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